Trainingsbereitschaft und Belastung unterscheiden
Trainingsbereitschaft beschreibt, wie viel du dir heute zumuten kannst. Trainingsbelastung beschreibt, was du schon getan hast. Wer beides verwechselt, erwartet von einer Zahl eine Antwort, die sie gar nicht liefern soll. Für einen verständlichen Trainingsalltag gehören die beiden Perspektiven zusammen.
Die Frage vor der Einheit
Eine Bereitschaftsanzeige bringt die Signale der Nacht in einen Trainingskontext. In LeibFit ist das die Tagesform auf einer Skala von 0 bis 10. Sie startet am Morgen mit deiner Erholung, die aus HRV, Ruhepuls und Schlaf entsteht. Dazu gibt es ein Wort: „Leg los“ bei 8 bis 10, „Bereit“ bei 5 bis 7, „Einteilen“ bei 2 bis 4 und „Erholen“ bei 0 oder 1.
Die Tagesform ist kein Leistungsversprechen und keine medizinische Freigabe für eine Belastung. Sie ist eine Orientierung, wie viel Spielraum der Tag heute bietet.
Die Frage nach der Belastung
Eine Belastungsanzeige ordnet Aktivität ein, die schon stattgefunden hat. In LeibFit entsteht die Belastung auf einer Skala von 0 bis 100 aus der Zeit in höheren Pulsbereichen. Für Krafttraining kommt eine Gutschrift für jeden erledigten Satz dazu, weil der Puls beim Heben die Anstrengung unterschätzt. Dazu zeigt die App ein Ziel für den Tag. Es richtet sich nach deiner Erholung und nach dem, was du in den letzten vier Wochen gewohnt warst.
Eine harte Einheit gestern und eine geplante Einheit heute sind unterschiedliche Informationen. Die gestrige Einheit steckt in der heutigen Erholung, die geplante noch nirgends.
Wie beides zusammenhängt
In LeibFit verbindet die Tagesform die beiden Fragen: Sie ist die Erholung vom Morgen abzüglich dessen, was die Belastung des Tages davon schon verbraucht hat. Am Morgen ist die Tagesform deshalb am höchsten. Mit jedem Training sinkt sie. Das ist so gewollt: Die Zahl zeigt dann, wie viel heute noch drin ist, nicht, wie gut du geschlafen hast.
Ein Beispiel ohne erfundene Messwerte: Du planst Krafttraining am Morgen und einen Lauf am Abend. Nach dem Krafttraining ist die Tagesform niedriger als beim Aufwachen. Für den Lauf heißt das: Liegt sie noch bei „Bereit“, ist Spielraum da. Steht sie bei „Einteilen“, ist eine lockere Runde die ehrlichere Wahl. Wie LeibFit Kraft und Ausdauer am selben Tag plant, steht in Kraft, Ausdauer und Erholung in einem Plan.
Was LeibFit daraus für den Plan macht
Mit einem Trainingsplan (Premium) kürzt LeibFit bei niedriger Erholung die Sätze im Krafttraining vor dem Start. Bei Plänen, die die App für dich erstellt hat, fallen zusätzlich die Gewichtsvorschläge etwas leichter aus. Du siehst dazu den Hinweis „Heute wegen Erholung reduziert“ und kannst die vollen Sätze mit einem Tipp wiederherstellen. Der Ausdauer-Coach, der auch ohne Premium läuft, schlägt an solchen Tagen eine kurze, lockere Einheit vor. Wie du das Training bei niedriger Erholung sonst anpassen kannst, steht in Training bei niedriger Erholung anpassen.
Häufige Fragen
Ist eine hohe Belastung dasselbe wie schlechte Erholung?
Nein. Belastung beschreibt, was du getan hast, Erholung, wie dein Körper in der Nacht darauf reagiert hat. Eine hohe Belastung heute kann sich morgen in einer niedrigeren Erholung zeigen, muss es aber nicht.
Kann ich Werte verschiedener Apps direkt vergleichen?
Nur wenn du ihre Eingaben, Zeiträume und Skalen kennst. Derselbe Zahlenbereich bedeutet nicht dieselbe Aussage. Eine Tagesform von 7 in LeibFit ist etwas anderes als eine 7 auf einer anderen Skala.